Mittwoch, 27. April 2011

Mit Hightech die Händedesinfektion monitoren...

Quelle: Flickr.com von Fing'rs
Wie die "American Medical News" berichtete, gehen viele amerikanische Kliniken nun verstärkt den technologischen Weg, um die Händedesinfektion seiner Mitarbeiter zu kontrollieren.
So hat die Firma HyGreen ein besonderes System entwickelt. Ein spezieller Sensor neben den Desinfektionsmittelspender kann den Alkohol auf den Händen der Mitarbeiter registrieren und sendet ein Signal an die Namensplakette, die der Mitarbeiter an der Dienstkleidung trägt.
Nähert sich der Mitarbeiter auf 2 Meter einem Patienten und hat seine Hände nicht desinfiziert, fängt die Namensplakette zu vibrieren an. Dies wiederholt sich nach 10 Sekunden im patientennahen Bereich erneut. Geht der Mitarbeiter dann immer noch nicht seine Hände desinfizieren, sendet das System automatisch eine Email an die Klinikhygiene und dokumentiert in der Datenbank diesen Hygieneverstoß.
Ziel der Kliniken ist es, mit dem Einsatz dieser Systeme eventuelle Schadensersatzansprüche von Patienten wegen nosokomialer Infekte abzuwehren.
Schätzungen gehen davon aus, dass in den USA jährlich ca. 1,7 Millionen Patienten wegen schlechter Händehygiene an Krankenhauskeimen erkranken. 99000 dieser Patienten versterben daran.
So konnte das Miami Children's Hospital seine nosokomialen Infekte von September 2010 bis März 2011 um 89% senken, nachdem das HyGreen-System dort zum Einsatz kam. Ähnliche Erfolgsmeldungen werden auch aus anderen Klinken gemeldet.
Weitere Infos: http://www.hygreeninc.com/solution/How.asp

Dienstag, 26. April 2011

Sonntag, 24. April 2011

Health Informatics Specialists sind die Schlüssel zur Gesundheitspolitik

Diese Aussage kann ich durchaus unterstreichen. Ausgesprochen wurde sie jedoch für die Gesundheitspolitik von Präsident Obama in den USA. So berichtet die amerikanische Website ibleedbits.com heute, dass viele Unis schon seit langen darauf warten, dass die Gesundheitsinformatiker die notwendige Aufmerksamkeit erhalten. Sind sich doch die meisten Gesundheitsexperten schon seit langem einig, dass die Kombination der Disziplinen Informatik und Genomik der Schlüssel zur Zukunft des amerikanischen Gesundheitswesen ist, durch den die Ärzte Zugang zur personalisierten Medizin am Ort der Behandlung erhalten.
In einem aktuellen Artikel der New York Times wurde sogar eine steigende Nachfrage nach Gesundheitsinformatiker festgestellt. Ausgelöst hat diesen Boom der 19 Billionen Dollar-Anreiz, den die Regierung für Umsetzung und Ausweitung der elektronischen Gesundheitsakte in den Staaten geschaffen hat.
Gesundheitsinformatiker (Health Informatics Specialists) starten demnach oft ihre Karriere mit einer IT-Ausbildung oder in einem Gesundheitsberuf. Danach bilden sie sich dann im Bereich "Gesundheistinformatik" (Health Informatics) weiter und nehmen dann oft leitende Stellen in Krankenhäuser, Arztpraxen,Versicherungen oder anderen Gesundheitsbereichen ein.
William Herschel MD, Leiter der Abteilung für Medizinische Informatik und Klinische Epidemiologie an der Oregon Health and Science University wurde in der New York Times wie folgt zitiert: "Die IT-Leute betreiben die Server und installieren die Software und die Informatiker sind die Spezialisten, die  Informationen aus der Arbeit des Klinikpersonals aufbereiten und analysieren. Es ist wichtig,dass gut ausgebildete Fachleute in der Gesundheitsinformatik in der Lage sind, in beiden Disziplinen der Gesundheits-und Informationstechnologie zu arbeiten und diese zu verstehen , damit wir Experten aus beiden Bereichen erhalten."
Die American Medical Informatics Association ist der wichtigste Berufsverband der Gesundheitsinformatik-Experten und Don Detmer MD, Chief Executive Officer, sagte voraus: "Meine grobe Schätzung ist, dass wir etwa 70.000 Gesundheitsinformatiker benötigen werden,...".
Diese Entwicklung lässt sich auch an der stark erhöhten Nachfrage nach Ausbildungen in der Gesundheitsinformatik an den Bildungseinrichtungen der USA ableiten. In jedem Fall wird dieser Bereich als wichtigster Markt der Zukunft bewertet.

Und in Deutschland?
Ja, auch wir werden diese Gesundheits-IT-Spezialisten brauchen. Die technologische Unterstützung der personalisierten Medizin hat in unserem Land erst begonnen.
Den Weg in die Richtung des "Health Informatics Specialist" können Sie schon heute einschlagen.
Ein erster Schritt war schon oft die Ausbildung zum "Health Informatics Keyuser". 

Samstag, 23. April 2011

Die 5 Top-Apps amerikanischer Medizinstudenten

An der renommierten Harvard Medical School hat Dr. John D. Halamka (CIO) eine Umfrage zu den Top-Apps durchgeführt. Seine Ergebnisse hat er nun in seinem Blog vorgestellt.

Die fünf sind:

DynaMed - Studierende und Ärzte vertrauen auf dieses klinische Nachschlagewerk, das von Ärzten für "Point-of-care"-Situationen geschaffen wurde.

Unbound Medicine uCentral - Diese Anwendung dient als Portal der populären medizinischen Publikationen, wie 5 Minute Clinical Consult, A bis Z Drug Facts,Drug Interaction Facts und viele mehr.

VisualDx Mobile - Diese nützliche App bietet arzt-geprüfte, klinische Informationen. In einer riesigen Datenbank mit medizinischen Bildern, findet man detaillierte Informationen zu vielen Erkrankungen.

Epocrates Essentials - Dieser All-in-One-Guide für Arzneimittel und Krankheiten umfasst eine riesige Datenbank mit Informationen und Bildern zu Krankheiten, Arzneimittel und Labordiagnostik.

iRadiology - Als Lernprogramm für Medizinstudenten und Erfahrene, bietet diese Anwendung einen schnellen Überblick klassischer Radiologiefälle , zur Nutzung während der Visite.

Alle Infos: http://geekdoctor.blogspot.com/2011/04/mobile-applications-for-medical.html

Freitag, 22. April 2011

Pflegeinformatik-Seminar in Köln 2011

Auch in diesem Jahr startet wieder ein neuer Kurs des beliebten Seminars "Pflegeinformatik I - IT-Mentor in der Pflege".
Wie auch in den letzten Jahren, wird wieder mit vielen Anmeldungen gerechnet. Viele Kliniken haben den Wert dieser Weiterbildung zum IT-Keyuser in Pflege erkannt und senden Jahr für Jahr neue Teilnehmer. Eine Investition die sich schnell rechnet und eine Prozessoptimierung die den IT-Support in ihrem klinischen Bereich beschleunigt.
Wenn Sie Pflegekraft sind und sich in ihrem Bereich für die IT verantwortlich zeichnen, dann können Sie sich noch bis zum 31.05.2011 bei den Kliniken der Stadt Köln gGmbH zu diesem Seminar anmelden!



Donnerstag, 21. April 2011

Wenn das Krankenbett die Decubitusgefahr meldet...

... dann hört sich dies nach Science Fiction an. Dies ist aber bereits Realität!
Im Alexianer Krankenhaus Krefeld werden diese neuartigen Betten bereits eingesetzt.

"Die Matratze erfasst das Bewegungsverhalten des Liegenden und leitet diese Informationen an die Pflegekräfte weiter. Diese können daraus ersehen, ob sie Maßnahmen zur Dekubitus-Prophylaxe ergreifen müssen. Der Patient kann außerdem im Bett gewogen werden, und auch wenn frische Wäsche nötig ist, sendet das Bett ein entsprechendes Signal."

Die Fa. Stiegelmeyer brachte dabei die Betten in das Projekt und die Fa. Xevit die entsprechende Hardware.
"Über ein Multimedia-Bedside-Terminal sind die Betten in ein Krankenhausnetzwerk eingebunden. Der Patient kann über sein Terminal fernsehen, im Internet surfen, Essen bestellen und die Liegeposition seines Bettes ändern ? und das alles ohne Kabel. Über die Schnittstelle sind außerdem Sensoren an das Bett angeschlossen, die über den Patienten wachen und so den Arbeitsalltag der Pflegekräfte erleichtern."  Weitere Infos...

Spannend wäre nun noch zu wissen, wo die Daten des intelligenten Krankenbetts münden. Dies geht leider aus den Berichten der Klinik nicht hervor. Richtigerweise sollte eine Schnittstelle zur elektronischen Fallakte und der entsprechenden digitalen Pflegedokumentation bestehen.

Übrigens, alle Hintergrundinformationen zu typischen Standardschnittstellen, wie HL7 und IHE erhalten Keyuser im neuen Seminar "health informatics keyuser training".

Mittwoch, 20. April 2011

Was sind health informatics keyuser?

HI-Keyuser sind IT-kompetente, therapeutische, pflegerische oder medizinische Fachkräfte, die die Schnittstelle zwischen IT-Dienstleister und Gesundheitspraxis bilden.
Die Aufgaben der HI-Keyuser sind:

  • First Level Support
  • Unterstützung im IT-Prozess- und Projektmanagement
  • Übersetzer für die Anforderungen der IT und der Fachbereiche
  • Schulungen
  • Anwendungsbetreuung von Fachapplikationen
Health informatics keyuser ist der Oberbegriff für folgende Positionen:
  • EDV-/IT-Koordinator
  • Keyuser
  • EDV-/IT-Beauftragter
  • IT-Mentor
  • Medizininformatiker in der Praxis
  • nursing informatics
  • IT-Fachkraft in der Pflege
  • Pflegeinformatiker in der Praxis

Dienstag, 19. April 2011

Landkarte der deutschen Telemedizin-Projekte


Quelle: Flikr.com
 Das "Institut Arbeit und Technik" hat sich mit dem Thema eHealth-Strukturen in Deutschland beschäftig. Als ein Ergebnis hat das IAT eine interaktive Projekt-Landkarte mit allen bekannten Telemedizin-Projekten erstellt. Viele dieser Projekte sind noch in der Entwicklung oder im Forschungsstadium. Dennoch ist ist es spannend, die rasante Vermehrung dieser Anwendungen zu beobachten.
Hier gehts zur Landkarte: http://www.iat.eu/ehealth/index.php

Montag, 18. April 2011

Medizinische Daten in der Cloud: Aber sicher!

Koblenz (euro adhoc) - 18. April 2011: 
Cloud Computing ist eine wirtschaftlich attraktive Form, um Informationen zu verarbeiten und zu speichern. Daten werden bei diesem Verfahren je nach Verfügbarkeit von Speicherplatz an wechselnden Orten im Internet abgelegt. Wie muss vor diesem Hintergrund mit medizinischen Daten umgegangen werden, die in besonderem Maße schutzbedürftig sind? Damit auch Ärzte die Vorteile der Cloud voll ausschöpfen können, hat CompuGroup Medical eine einzigartige Sicherheits-Technologie entwickelt, die eine gesetzeskonforme Nutzung ermöglicht.

Cloud Computing findet auf Grund seiner Wirtschaftlichkeit vermehrt Zuspruch. Auch für Mediziner ist diese Art der Datenablage interessant, allerdings müssen sie rechtliche Vorgaben beachten: Der Umgang mit personenbezogenen Daten unterliegt den Sicherheitsanforderungen der Datenschutzgesetze, insbesondere dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Sind diese Daten medizinischer Natur, unterliegen sie zusätzlich den strengeren Auflagen aus dem Strafgesetzbuch (StGB) sowie den Sozialgesetzbüchern (SGB).
Ärzte dürfen dabei vor dem Hintergrund derzeit gängiger Software-Architekturen grundsätzlich nicht auf externe Rechenzentren zurückgreifen oder Cloud Computing betreiben. Grund sind die bislang bestehenden unzureichenden Sicherheitsmechanismen. Wer dennoch mit einem konventionellen System die Vorteile der externen Datenspeicherung und -verarbeitung von personengebundenen medizinischen Daten nutzt, macht sich gegebenenfalls sogar strafbar.
CompuGroup Medical hat diese Situation erkannt und eine Sicherheits-Technologie entwickelt, die dem vorgeschriebenen Datenschutz entspricht: Die vita-X technology macht durch ihren technischen Beschlagnahmeschutz die gesetzeskonforme Nutzung von externen Rechenzentren wie auch von Cloud Computing möglich. Ärzte und Patienten behalten die Hoheit über die Daten, ohne auf Hoheit über den Speicherort angewiesen zu sein. Somit können Ärzte endlich medizinische Daten auslagern und darüber hinaus auch die wirtschaftlichen Vorteile des modernen Cloud Computing voll ausschöpfen.
Die vita-X technology basiert auf dem Ansatz, den Personenbezug von Daten zu entfernen und diesen erst bei Abruf wiederherzustellen. Die Daten sind vor unrechtmäßigem Klartextzugriff geschützt und die Gesamtheit der Daten kann mit technischen Mitteln nicht gehackt werden. Ärzte und Patienten agieren sicher. Nur wer mit den Cloud-Systemen der CompuGroup Medical arbeitet, verfügt über diesen einzigartigen Sicherheitsgrad. Die vita-X technology ist standardmäßig in allen Systemen integriert und wird heute bereits bei den Produkten SAM Diabetes und CGM Life eingesetzt. Weitere Module für die Cloud befinden sich in der Entwicklung, z.B. eine Cloud-Sicherheitsarchitektur für Arztinformationssysteme.
Insgesamt können Mediziner durch die vita-X technology zukünftig einfacher und sicherer untereinander oder mit Patienten kommunizieren. Arztbriefe können leichter versendet werden oder Ärztenetze aufgebaut werden. Daneben bietet die neue Technologie weitere nachhaltige Vorteile: Lokal muss kein Speicherplatz mehr bereit gestellt werden, d.h. administrativer Aufwand wie die Aktualisierung der Software, Back-up Pflege und Wartung entfallen.
Mit den Sicherheitsverfahren der CompuGroup Medical können Ärzte verantwortungsbewusst Cloud Computing nutzen. Durch die kostengünstige Alternative bleibt am Ende mehr in der Kasse - und dank des verbesserten Datenaustausches profitiert das gesamte Gesundheitswesen.
Quelle:http://www.presseportal.de

Was ist Health Informatics?

Health Informatics (auch benannt als Datenverarbeitung im Gesundheitswesen, Gesundheitsinformatik, medizinische Informatik, Pflegeinformatik, biomedizinische Informatik) ist eine Disziplin an der Schnittstelle der Informationswissenschaften, Informationstechnologien und des Gesundheitswesen. Sie befasst sich mit den RessourcenGeräten und Methoden, die zur Optimierung der Erfassung, Speicherung, Abruf und Nutzung von Informationen im Bereich Gesundheit und Biomedizin benötigt werden.  Health Informatics  beinhaltet nicht nur die Computertechnologien, sondern auch klinische Richtlinien, formale medizinische-pflegerische Terminologien, sowie Informations-undKommunikationssysteme. Sie wird auf die Bereiche Pflege, klinische Versorgung, Zahnmedizin, Pharmazie, Gesundheitswesen, Ergotherapie und (bio)medizinischen Forschung angewandt.


freie Übersetzung der englischen Wikipedia-Definition