Sonntag, 29. Mai 2011

Das Flickr der Mediziner

Quelle: Flickr.com

Den Newsletter von DocCheck.de habe ich schon länger abonniert. Doch erst heute ist mir die Bilddatenbank der Webseite aufgefallen.Da gibt es doch tatsächlich Ärzte, die Fotos ihrer Patienten (bzw. Teile von ihnen) auf diese Plattform hochladen. Das alles zu wissenschaftlichen Zwecken.
Mir haben einige Bilder, ganz ehrlich, den Appetit verschlagen. Aber interessant ist diese Fotosammlung allemal! Seht es selbst auf DocCheck Pictures.

Freitag, 27. Mai 2011

Die schnellste medizinische Suchmaschine - nicht nur für Medizinstudenten!

Erinnern Sie sich noch an "Wolfram Alpha". Ja, diese im letzten Jahr als Suchmaschine der Zukunft angepriesene Applikation! Hatte WA bisher ihre absolute Stärke im Bereich Mathematik, zeigt sie sich nun als interessantes Tool für die Medizin. Leider bisher nur auf englisch, liefert sie auf Basis von Daten des CDC (Centers for Disease Control and Prevention) aktuelle Zahlen und Statistiken.
Gibt man beispielsweise "chest pain"(dt. "Brustschmerz") ein,  erhält man Statistiken zu Symptomen, Diagnosen und Risiken.
Oder, gibt man "depression age 37" (dt. "Depression Alter 37")  ein, erhält man Statistiken zur Verteilung, Symptome und Kennzeichen für Depression im Alter zwischen 30 und 40 Jahre.
Ich finde dieses Tool wirklich großartig und eine gute Auskunftsbasis, nicht nur für Medizinstudenten!

Wenn Sie auch IT effektiv in ihrem klinischen Alltag nutzen möchten, könnte sie auch das neue Seminar "health informatics keyuser training" interessieren!

Dienstag, 24. Mai 2011

Sind Ihre Patientendaten schon bei Facebook?

Quelle: Flickr.com
Es ist sicher nicht prickelnd, wenn sie eine Facebook-Einladung von ihrem Psychiater erhalten. Wenn sie dann in dieser Einladungsmail noch Fotos und Daten anderer Patienten finden, die ihnen das System als mögliche Bekannte vorschlägt, wird's peinlich und kriminell!
Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, weist dieser Tage auf die Zunahme von Patientendaten auf Facebook hin. 
Wie kann das passieren?
Viele Ärzte haben auch medizinische Informationen und Adressdaten ihrer Patienten auf dem Smartphone oder dem PC. Meldet sich ein solcher Arzt bei Facebook an, wird er u.a. auch gefragt, ob das lokale Adressbuch für eventuell vorhandene Kontakte synchronisiert werden darf. Und damit gelangen auch die Patientendaten auf Facebook und werden dort weiter verwendet.
Und dann liegt schon ganz klar ein Datenschutzverstoss vor! Niemand darf ohne Zustimmung wissen, welcher Patient von welchem Arzt behandelt wird!
Deshalb immer Patientendaten von persönlichen Daten trennen! 
Und kein Zugriff externer Anbieter auf das eigene Adressbuch!

Samstag, 21. Mai 2011

Benutzen Sie tolle PowerPoint-Präsentationen? Die 6 häufigsten Powerpoint-Fehler!

Quelle: Flickr.com
Die Powerpoint-Folien waren aber toll! War das ein Lob? Eigentlich nicht!
Powerpoint soll den Präsentierenden unterstützen und nicht von ihm ablenken. Deshalb ist auch bei Powerpoint der Grundsatz - weniger ist mehr - zu beachten.
Auf seinen Seiten http://www.thinkoutsidetheslide.com zeigt der amerikanische Powerpoint-Profi Dave Paradi, wie Powerpoint "richtig geht". Und er nennt auch die 6 häufigsten Fehler:
  1. Der Referent liest seine Folien wörtlich ab (62 %)
  2. Die Schrift ist zu klein, um noch lesbar zu sein (46,9 %)
  3. Die Farbkombination von Schrift und Hintergrund ist nicht lesbar (42,6 %)
  4. Zu lange Sätze statt Punktaufzählungen (39,1 %)
  5. Unmotiviert animierte und fliegende Texte und Elemente (24,8 %)
  6. Überfrachtete Charts und zu komplexe Diagramme (22,2 %)
Die Aufzählung lässt sich gut als Checkliste für die eigenen Folien und Präsentationen nutzen!

Übrigens, im Oktober 2011 startet das neue Seminar "health informatics keyuser training". Hier lernen Sie u.a. auch Powerpoint-Präsentationen zu erstellen und richtig zu präsentieren. Weitere Infos auch auf unseren Facebook-Seiten.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Lebt denn die alte Gesundheitskarte noch...?- Ja, sie lebt noch!

Quelle: Flickr.com
In den letzten Wochen hört man wieder  vermehrt von der guten, "alten" Gesundheitskarte, die uns doch alle schon seit 2006 in ein neues eHealth-Zeitalter führen sollte. Spannend kann man nun den Umbau der einst geplanten Strukturen beobachten.
Eine dieser aktuellen Infos ist wohl die Verabschiedung von der eGK-PIN. So berichtet DocCheck News, dass man sich in der Bundesärztekammer geeinigt habe, die "lästige" PIN-Eingabe in den "Kann-Status" zu heben. Patienten können entweder auf Wunsch die PIN beantragen oder alternativ unterschreiben  sie eine Ermächtigung beim Arzt. Dieser darf dann die Notfalldaten auf die Karte schreiben.
Dabei hat die BÄK gleich auch den Notfalldatensatz neu strukturiert. Hier wird künftig in echten Notfällen und Nicht-Notfällen unterschieden. Will der Mediziner auf die Daten der eGK eines Patienten zugreifen, wird er vom System gefragt, ob ein Notfall vorliegt. Wenn dies so ist und er entsprechend antwortet, kann er auch ohne PIN, jedoch protokolliert, auf die Daten zugreifen. Damit kommt er auch an Daten von Notfall-Patienten, die er vorher noch nie gesehen hat. Dies ist ein erster Mehrwert für den Patienten, denn Allergien, Schwangerschaft und andere wichtige Daten erhält der Arzt damit sofort. Selbst ein Link zum wirklich behandelnden Arzt ist mit integriert.
Wird die Karte eventuell doch nur eine Spät - und keine Totgeburt?
Es tut sich viel - warten wir es ab!

Samstag, 14. Mai 2011

Man schläft besser mit einer Anästhesistin !

Quelle: Flickr.com
Diesen Slogan schrieb kürzlich eine Anästhesistin während meiner Powerpoint-Schulung auf ihre erste Präsentation. Ihre Mitstreiter und ich haben natürlich herzlich gelacht und die Test-Präsentation wurde ein voller Erfolg.
Ich weiß ja, dass unter meinen Lesern auch Kollegen der Anästhesie sind. Deshalb hier ein Hinweis auf das neue kostenlose eBook "Anästhesiebuch.at". Dies könnt Ihr hier kostenlos als PDF downloaden.
Hier noch ein kurzer Auszug aus dem Inhalt:

  1. Notfälle 
Orientiert an den ERC Richtlinien und anderen bekannten Guideline
  2. Präoperativ (Scores, ÖGARI-, JACC- Empfehlungen usw.)
  3. Lokalanästhesie (Gängige Verfahren)
  4. Intraoperativ (Monitoring
, gängige Allgemeinanästhesieverfahren
, Flüssigkeitsmanagement und Temperaturmanagement)
  5. Medikamente
- komprimierte Information zu gängigen Arzneimitteln
  6. Kinderrichtwerte
- Faustregeln
- Formeln
- Standardeinstellungen
  7. Kinderrichtwerte und Dosierungen in Tabellenform
- Geordnet nach Alter und Gewicht
Also für alle "Anhänger der Kunst des Schlafens" ein muss!
Übrigens - ein Powerpoint-Kurs ist auch im neuen Seminar "health informatics keyuser" enthalten.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Fortsetzung: Top 10 der Erfolgsfaktoren für die Einführung einer elektronischen Fallakte

6. Ressourcen
Die angemessene Bereitstellung von finanziellen und personellen Mitteln ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Nur wenn sich die Kliniker im notwendigen Ausmaß an der Umsetzung des klinischen Workflows und der Schulung beteiligen können, wird die Nachhaltigkeit und Akzeptanz gestärkt.

7. Klinische Standards
Die Standardisierung der klinischen Abläufe sind eine wertvolle Grundlage für die Abbildung in der IT. Außerdem heben diese die Qualität der Software, da hier auch Best Practice und Evidenz einfliessen.

8. Realistische Zeitplanung und Erwartungen
Sowohl die Erwartungen, als auch die Zeitplanung sollte auf eine realistische und ehrliche Projektplanung basieren. So vermeidet man Enttäuschung und Ungeduld bei den Beteiligten und sichert sich die Unterstützung während des gesamten Projekts.

9. Effektive Training- und Kommunikationsplanung
Die Maßnahmen zum Erlernen des Systems müssen prozessorientiert und zeitnah zur Anwendung erfolgen. Dabei gibt es sicher auch Unterschiede in den Trainings der unterschiedlichen Berufsgruppen. Es sollten weiterhin auch "Just in Time"-Schulungen angeboten und die Supportstrukturen gut kommuniziert werden. Außerdem sollten Keyuser implementiert werden, die die nachfolgenden Schulungen unsicherer oder neuer Mitarbeiter sicherstellen.

10. Eine gute Beziehung zum Hersteller
Die zielgerichtete Weiterentwicklung und der optimale Support funktionieren am Besten, wenn ein gutes Verhältnis zwischen dem Software-Anbieter und den Nutzern besteht. Hier gehören auch regelmäßige  Anwendertreffen des Hersteller dazu.

Freie Übersetzung von Karen Fuller's Artikel in healthcareitnews.com

Dienstag, 3. Mai 2011

Top 10 der Erfolgsfaktoren für die Einführung einer elektronischen Fallakte...

1. Die richtige Führung
Für die erfolgreiche eFA-Einführung ist es notwendig, dass die Führungsebenen hinter dem Projekt stehen und dessen Inhalte auch vertritt. Hier sollte nach dem Top-Level-Prinzip gehandelt werden. Das Management  informiert die nachgeordneten Führungsebenen über die Inhalte und Ziele der eFa und macht die Umsetzung zur "Chefsache".

2. Die gemeinsame Vision
Eine gemeinsame Vision verbindet und motiviert eine Organisation. Die Ziele und Vorteile werden dabei klar und messbar formuliert. Die Patientensicherheit sollte dabei eine hohe Priorität einnehmen. Es sollten regelmäßige Meetings aller Berufsgruppen durchgeführt werden, um die gegenseitigen Anforderungen und Erwartungen abzugleichen.

3. Die richtige Unternehmenskultur
In der richtigen Unternehmenskultur werden die Mitarbeiter und zukünftigen Nutzer auf die Veränderungen durch die eFA vorbereitet, unterstützt und gestärkt. Dieses Vorgehen minimiert die zu erwartenden Wiederstände bei den Nutzern.

4.  Die Geschäftsführung
Effiziente und klare Entscheidungsstrukturen müssen vorhanden sein.

5. Engagement und Verantwortungsbewusstsein
Ärzte, Pflegepersonal und andere wichtige Beteiligte müssen sich engagiert und verantwortungsbewusst bei der Umsetzung der eFA einbringen. Alle medizinisch-pflegerischen Nutzer gestalten gemeinsam mit der IT die Prozesse und die technologischen Anforderungen.

Fortsetzung im nächsten Posting


Freie Übersetzung von Karen Fuller's Artikel in healthcareitnews.com